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Department Metallkunde und Werkstoffprüfung

Werkstoffprüfung, Schadensanalytik und Strahlenschutz

Dr. Michael Panzenböck

Bereits unsere Vorfahren haben durch gezielte Manipulationen erkannt, dass nicht alle Gesteinsmaterialien für Speerspitzen oder Klingen geeignet sind. Werkstoffprüfung ist allgegenwärtig. Unbewusst werden alltägliche Gebrauchsgegenstände von uns einer mehr oder weniger intensiven Prüfung unterzogen. Bevor das Produkt in den Handel kommt, werden in der Regel umfangreiche Tests durchgeführt. Dabei steht nicht nur die Funktionalität der Bauteile im Vordergrund, sondern größtes Hauptaugenmerk wird in erster Linie auf die Werkstoffe gelegt, die eine lange Lebensdauer gewährleisten sollen und während dieser Zeit keine Beeinträchtigung der Funktionalität erfahren dürfen. Nur durch intensive Tests ist es möglich, dass z.B. täglich tausende Starts und Landungen von Flugzeugen weltweit durchgeführt und somit Passagiere und Waren sicher ans Ziel gebracht werden.

Werkstoffprüfung

Neben der klassischen Werkstoffprüfung wie Zugprüfung, instrumentierter Kerbschlagbiegeversuch und dynamischen Prüfverfahren sowie zerstörungsfreier Verfahren, werden Prüfmethoden weiter entwickelt und verfeinert wie z.B.: Zugproben für hochfeste Werkstoffe, Einrichtung zur Schwingungsrisskorrosion und Hochtemperaturzugprüfung.

Schadensanalytik

Trotz steigender Qualität der Produkte kommt es immer wieder zu Schäden oder deren Versagen. In vielen Fällen ist das Versagen mit hohen Kosten oder gar Personenschaden verbunden. In solchen Fällen gilt es die Versagensursache zu beurteilen sowie geeignete Abhilfemaßnahmen zu setzen.

Strahlenschutz

Seit der verheerenden Katastrophe von Tschernobyl kommt diesem Bereich eine entscheidende Bedeutung zu. Der Umgang mit radioaktiven Stoffen und Strahlungsquellen, wie sie auch in der Werkstoffprüfung eingesetzt werden, erfordert besonders geschultes Personal. In Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Seibersdorf werden Fachleute ausgebildet.